Eine Geschichte über einen Toller Deckrüdenbesitzer


Ein wunderschöner Toller Rüde wird im Internet als Deckrüde angeboten. Decksicher soll er sein und hat auch schon einige gesunde Würfe gezeugt. Das lässt Hündinnenbesitzer hoffen und das Herz höher schlagen.

 

Nun liegt es in der Sache der Natur, dass manche zugeführte Hündin sich einfach nicht decken lassen will, auch wenn der Rüde sich sehr viel Mühe gibt. Es kommt nicht zum natürlichen Deckakt und auch nicht zum normalen Hängen des Rüden in der Hündin.

 

Letzter Versuch ist eine künstliche Besamung in einer Fortpflanzungsklinik. Auch das will nicht gelingen.

 

Eine Ultraschalluntersuchung nach 4 Wochen beim Tierarzt bestätigt die Vermutung, dass Windbestäubung durch einen angepriesenen decksicheren Rüden NICHT funktioniert. Die Hündin ist nicht tragend.

 

Damit will sich der Deckrüdenbesitzer aber nicht zufrieden geben. Schließlich hat sein Rüde alles gegeben und in seinen Augen ist die volle Deckgebühr fällig. Unabhängig davon, dass es nie zur Deckung kam und es keinen unterschriebenen Deckvertrag gibt.

 

Die Hündinbesitzer werden durch ihn über whatsapp Nachrichten, seitenlange Briefe beleidigt und aufgefordert, die volle Deckgebühr an ihn zu zahlen. Nächster Schritt ist ein Mahnbescheid.

 

Da macht Hundezucht doch Freude, wenn man an solche geldgierigen, empathielosen Menschen gerät. Allein der Fakt, dass man akzeptieren muss, dass die Hündin keine Welpen erwartet, ist schon enttäuschend genug. Zusätzlich muss man sich im Nachhinein dann noch mit einer Person herumärgern, die einfach nicht akzeptieren kann, dass sein Rüde das erste Mal kein Geld in die Kasse gebracht hat.

 

Dieses Ereignis betrifft nicht meine Zucht und auch nicht eine meiner Zuchthündinnen.

 

Jungzüchter passt auf, mit wem ihr euch einlasst. Fragt lieber bei Zuchtverbänden nach Deckrüden und auch Fortpflanzungskliniken kennen Züchter, die mit ihren Rüden ggf. weiterhelfen können.